Der Elternratgeber zur Konzentrationserziehung:

AD(H)S - Erziehen statt behandeln

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Wie helfe ich meinem Kind, sich besser zu konzentrieren? Unkonzentriertheit und Impulsivität lassen sich als Krankheit mit dem Namen »AD(H)S« beschreiben. Aber warum sich ein Kind so verhält, das kann man nur aus pädagogischer Sicht verstehen. Medikamente verlieren ihre Wirkung beim Absetzen – Erziehung kann eine dauerhafte Veränderung bewirken. Nicht von ungefähr hat sich inzwischen erwiesen, dass sich auch mit Methylphenidat (Ritalin etc.) behandelte Kinder nach spätestens drei Jahren Behandlung wieder genauso verhalten wie Kinder ohne Medikation. Das ist nur logisch, weil während einer Behandlung die zugrunde liegenden Erziehungsaufgaben i.d.R. ungelöst bleiben.

Sachbücher

Die Gegenüberstellung der relevanten medizinischen und pädagogischen Grundannahmen zeigt zugleich deren Unvereinbarkeit. Jeder Erzieher unkonzentrierter Kinder muss sich zwischen dem Glauben an Krankheit und dem Glauben an Erziehbarkeit entscheiden. Die Selbstaufgabe der Pädagogik hat zur Medikalisierung schwieriger Verhaltensweisen beigetragen – eine Rückbesinnung auf erklärungsmächtige erziehungswissenschaftliche Modelle ist im Interesse der betroffenen Kinder überfällig.


Mein Ansatz in der hier vorgestellten Form ist mittlerweile Lehrstoff in der pädagogischen Ausbildung, z.B. an der Universität  Augsburg.


ISBN: 978-3-7815-1555-0    Seiten: 323    Verlag: Klinkhardt Forschung

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ISBN: 978-3-525-31538-5    Seiten: 200, kartoniert    Verlag: Vandenhoek & Ruprecht

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Das Fachbuch:

Konzentrationserziehung statt AD(H)S-Therapie.

Ein Modell nach Paul Moor.


Paul Moor hat schon vor Jahrzehnten all jene Verhaltensweisen unkonzentrierter Kinder pädagogisch erklärt, die heute als „Krankheitssymptome“ von AD(H)S dargestellt werden. Medizinisches Eingreifen trägt kaum etwas zum individuellen Verstehen bei und kann bestenfalls für die Dauer der Medikamentenwirkung künstlich Aufmerksamkeit erzeugen. Hingegen kann man auf Basis von Moors Heilpädagogik die Ursachen der Unkonzentriertheit erfassen. Echte Konzentration kann durch Arbeit an ungelösten Erziehungsaufgaben nachhaltig aufgebaut werden.

Rezensionen zu “AD(H)S - erziehen statt behandeln“

Dialog Erziehungshilfe, Ausgabe 4/2007:


Im Streit zwischen neurowissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Erklärungen abweichenden Verhaltens stellt Miriam Stiehler der medikamentösen Behandlung sogenannter AD(H)S-Kinder die Erziehung entgegen. Unter der Prämisse „erst verstehen, dann erziehen“ plädiert sie dafür, zunächst die individuellen Gründe eines Kindes herauszufinden, aus denen dieses unkonzentriert oder gelangweilt ist. Damit wendet sich die Leiterin einer Beratungsstelle gegen die mit der AD(H)S-Diagnose implizierte Fehlerzuweisung an das Kind als „Krankheitsträger“ und fordert stattdessen, eigene Erziehungs-defizite zu erkennen und entsprechende Kompetenzen zu entwickeln.

Frank Lobek schreibt im ekz Informationsdienst, ID 3/08:


Das Buch gibt vielfältige, praktisch nachvollziehbare Erziehungs- und Lernhilfen. Ausgehend von den emotionalen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen, insbesondere aber von wissenschaftlichen, etwa lernpsychologischen Erkenntnissen, nimmt die Autorin, selbst Lehrerin, Eltern, Erzieher und Lehrer in die Pflicht, erwünschtes Verhalten durch entsprechend geeignete Maßnahmen und eigenes Handeln u fördern. Dieser aktive Ansatz ist aufwendig, führt aber eher zum Erfolg, als das „Abstempeln“ unerwünschter Verhaltensweisen als Krankheit, z.B. AD(H)S und die daraus resultierende eigene Ohnmacht, ja Opferhaltung und Passivität. Einiger „Aberglauben“ über AD(H)S wird widerlegt, vor Medikamenten und fragwürdigen Behandlungen gewarnt. Der Text ist flüssig, gut aufgebaut und leicht verständlich. Lebensnahe Beispiele stützen die Aussagen, Kontrollfragen zur Selbsteinschätzung erleichtern die Umsetzung. Etwas mehr optische Textgliederung und ein Register könnten den hohen Nutzen des Buches für alle Erziehenden noch steigern.

Dr. Willi Gründgens (Pädagogisches Zentrum des Landes Rheinland-Pfalz) schreibt:


(...) Das Buch stellt einen Widerpart dar gegen die Fülle der medizinisch-therapeutische Ratgeberliteratur bei „AD(H)S“. Insofern ist es ein äußerst wichtiges Buch für die (Sonder-)Pädagogen, denn die Autorin (...) antwortet auf so genannte `AD(H)S-Symptome´ erzieherisch. Miriam Stiehler schreibt: “Praktisch alle Verhaltensweisen, die aus medizinischer Sicht als “Symptome“ für `AD(H)S´ interpretiert werden, kann man auch erzieherisch erklären“ – und sie daher mittels erzieherischer Maßnahmen angehen. In einem hohen Maße lesenswert ist das Buch zudem noch aus einem anderen Grunde: Die Autorin scheut in ihrem klaren Sprachduktus nicht davor zurück, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen und gegen politisch korrekte Klischees von Pädagogen anzugehen. 

Aktuelle Rezensionen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Rezensionen zu “Konzentrationserziehung statt AD(H)S-Therapie“

Jens Walter empfiehlt dieses Buch auf der Seite lehrerbibliothek.de:


Die Arbeit ... nimmt dezidiert Stellung gegen die Medikalisierung und Medizinierung der angeblichen "Krankheitssymptome" von AD(H)S. Eindeutig bringt sie die Alternative auf den Punkt: "Jeder Erzieher unkonzentrierter Kinder muss sich zwischen dem Glauben an Krankheit und dem Glauben an Erziehbarkeit entscheiden." Dieses klare Votum scheint nützlich angesichts des Eindrucks, dass Eltern, Erzieher und Ärzte allzu schnell und allzu bereitwillig auf die medikamentöse Behandlung setzen; dahinter mögen nicht nur Wirtschaftsinteressen der Pharma-Industrie stehen, - es ist immer auch einfacher Pillen zu geben als nachhaltige Erziehung zu praktizieren ... Fazit: Ein wichtiger Weckruf in die AD(H)S-Debatte hinein!



Dr. Lothar Unzner (Interdisziplinäre Frühförderstelle, Steinhöring) schreibt:


„...Die Medikalisierung bedingt große Risiken für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Nach Ansicht der Autorin ist die Aussicht gering, dass Kinder während der Medikation angemessene Erziehung erhalten, schließlich gleicht das Ergebnis oberflächlich betrachtet einer Konzentrationserziehung. Die pharmakologische Steuerung der Antriebe steht aber zum Beispiel im Widerspruch zur Befriedung der Antriebe durch Gewöhnung. Bei Medikation nimmt der Erzieher seine Aufgabe nicht wahr, er kann sie auch nicht wahrnehmen, da die Antriebe künstlich unterdrückt werden. Es wird betont, dass Kinder "ein Kinderleben lang" fordern, nicht nur AD(H)S-Kinder; Erziehung darf nicht als lästige Pflicht verstanden werden.

... Deshalb fordert sie zu Recht, dass bei vorliegenden Konzentrationsschwierigkeiten zunächst alle erzieherischen Verstehens- und Veränderungsmöglichkeiten genutzt werden sollen. ... Es ist ein Verdienst von Miriam Stiehler, die Diskussion um AD(H)S mit diesem radikal verstehenden pädagogischen Ansatz zu bereichern. Die Paul Moor eigene Diktion ist gewöhnungsbedürftig, vermittelt jedoch eine klare Wertorientierung.


Der vorgestellte Ansatz erfordert große Bereitschaft der Eltern, nicht den vermeintlich leichteren Weg zu gehen, sondern ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen und zu verändern. Die Eltern tragen eine große Verantwortung; sie haben aber auch großes Veränderungspotential.“


  1. WissenSchaffer  Elternberatung und Seminare

  2. Dr. Miriam Stiehler -  Holzkirchener Str. 11 -   85653 Peiß / Aying

  3. Telefon: 08095 / 871 758       Email: info@wissenschaffer.de

              Mit Legosteinen Rechnen lernen


Aus diesem Buch können Erziehende lernen, welche Einsichten entscheidend für das Rechnen sind und wie man sie systematisch, aber kindgemäß fördert. Das erspart Kindern viel späteren Frust und hilft, größeren Rechenschwierigkeiten bzw. Dyskalkulie vorzubeugen. „Mit Legosteinen Rechnen lernen“ ist keine unkommentierte Aufgabensammlung, sondern eine verständliche Mischung aus Grundlagenwissen und anregenden Aktivitäten. Die Aufgaben sind absolut neu und ungewöhnlich. Sie wurden über Jahre hinweg verfeinert und erfolgreich mit vielen Kindern im Entwicklungsalter zwischen 3 und 10 Jahren erprobt.

Das Programm beginnt bei der Fähigkeit, verschiedene Perspektiven gleichzeitig zu betrachten - unabdingbar, um sich in der Zahlenwelt zurechtzufinden. Weiter geht es mit dem oft falsch verstanden Mengenbegriff und dem Zählen. Den Abschluss bilden Grundaufgaben im Zahlenraum bis 100. Geeignet ist das Buch für Kinder mit einem Entwicklungsalter von ca. 3 bis 10 Jahren. Es kann somit nicht nur in Kindergarten und Grundschule benutzt werden, sondern ebenfalls bei hochbegabten Vorschulkindern, an Förderschulen und in der Dyskalkulie-Therapie.

ISBN: 978-3525701041    Seiten: 144, kartoniert    Verlag: Vandenhoek & Ruprecht

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Wer einen anderen Weg einschlagen möchte, findet hier einen praktischen Leitfaden. Mit Hilfe dieses Buches können Erziehende ein Profil ihres Kindes erstellen und herausfinden, welche Erziehungsaufgaben in den Bereichen Wille, Können und Gefühl noch ungelöst sind und daher zur »AD(H)S«-Symptomatik führen. Sie lernen, bei ihrem Kind das Fehlende aufzubauen, anstatt den vermeintlichen Fehler mehr oder weniger erfolglos zu therapieren.

Rezensionen zu “Mit Legosteinen Rechnen lernen“

Marianne Broglie (Forum für LeiterInnen von Schulkindergärten) schreibt:


„Mathematik ist eine unsichtbare Wissenschaft, sie spielt im Kopf...“ Doch die Autorin ist sicher, dass Legosteine auf dem Weg dahin, die Mathematik zu begreifen, helfen können. Und nachdem ich dieses methodisch sehr gut aufgebaute Buch gelesen habe, glaube ich ihr das auch.

Grundlegendes und konkrete Einsichten können mit Hilfe der Legosteine vermittelt werden. Das beginnt damit, dass unter Verwendung von einfachen Mitteln die Fähigkeit zum räumlichen Denken bereits mit 2½-jährigen Kindern geübt werden kann. Zum Beispiel wird vom Kind eine vorgegebene Figur nachgebaut. Hierbei sind eine Menge Variationen möglich, die das Kind zu immer neuen Erkenntnissen gelangen lassen.

Miriam Stiehler ist es gelungen, für viele Rechenprobleme von Kindern im Grundschulalter einen ungewöhnlichen Weg zu aufzuzeigen. Er hilft ihnen, grundlegende Einsichten aufzubauen und Irrtümer richtigzustellen. Welche Aufgaben ein Kind lösen kann, ist keine Frage des Lebensalters sondern des Entwicklungsalters. Deshalb ist dieses Buch auch für Pädagogen in der Kita interessant.


Fazit: Mithilfe von Legosteinen können logische Zusammenhänge verstanden werden. Besonders Kinder mit Dyskalkulie können von dem Buch profitieren. Für Lehrkräfte in der Grund- und Förderschule, Erzieher und Eltern ist dieses Buch sehr empfehlenswert.